Die künstlerische Arbeit macht sich die thermischen Eigenschaften chemischer Fasern zunutze. An einem Musterwebstuhl habe ich Polyamid Garn mit einer Polyamid Kette verwebt, so dass die Proben zu 100 Prozent aus Polyamid bestehen. Anschließend habe ich einen Teil des Gewebes heiß verpresst, wodurch Fasern miteinander verschmolzen und zu einer Folie aushärteten. Anhand dieses Verfahrens wird der synthetische Ursprung der Faser greifbar. Gleichzeitig löst sich das Gewebe am gegenüberliegenden Teil der Folie auf, sodass nur die eingelegten Fäden sichtbar bleiben. Diese durften im Ausstellungskontext berührt werden, um ein Verständnis für die Haptik der chemischen Faser Polyamid zu vermitteln sowie einen Einblick in die Vielfalt der Garne zu geben, die aus diesem Material gefertigt werden können.
Die Arbeit entstand im Rahmen der Chemiefaserlandkarte Sachsen-Anhalt der Halle-Initiative für Textil- und Raumproduktion.
Fotos von Ramona Schacht








